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So 17 11 ’19  UT Connewitz

Jessica Pratt

Mit Quiet Signs veröffentlichte Jessica Pratt Anfang dieses Jahres ihren dritten Langspieler, in dem sie zarte analoge Klänge von Flöte, Glockenspiel, akustischer Gitarre und gelegentliche Piano- und Orgel-Einsprengsel mit ihrer sonoren, näselnden, mal Helium-hohen, mal quäkenden, mal nur lautmalenden - Stimme zusammen bringt. Der Albumtitel gibt die Richtung vor. Gerockt oder gelärmt wird bei Jessica Pratt nicht, die Atmosphäre ist gedämpft. Ruhig fließen die Songs dahin, erinnern an die große Zeit des Folk, greifen aber auch Anleihen aus Dream-Pop und Bossa Nova auf. Eine Oase der Ruhe. Songs, die sich am liebsten in sich selbst zurückziehen würden. In einem Interview gestand die Sängerin, dass sie komplexe musikalische Texturen zwar sehr schätze, diese aber in ihren eigenen Kompositionen nicht zwangsläufig anstrebe. Oft seien diese recht schmucklos und von einer grundlegenden Stille gekennzeichnet.

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